VdPK
22. September 2018  

Fakten und Meinungen

19. April 2011

Stefan Grüttner leistet hinhaltenden Widerstand

Der hessische Sozialminister, Stefan Grüttner, übt harsche Kritik an der derzeitigen Fassung des Versorgungsgesetzes-Entwurf. Er lässt darauf hinweisen, dass die von Bundesgesundheitsminister Rössler bereits am Freitag vorgelegten Eckpunkte weder nachvollziehbar noch hinnehmbar seien. Viele Forderungen der Länder, wie etwa der eigentlich bereits geeinigte größere Einfluss auf die Bedarfsplanung für niedergelassene Ärzte würden sich im neuesten Entwurf nicht wiederfinden, obwohl Rössler dies in der Gesundheitsministerkonferenz verbindlich zugesagt habe. Damit bleibt die Drohung der Länder bestehen, das gesamte Gesetz im Bundesrat scheitern zu lassen.

15. April 2011

Mehr Geld für den Gesundheitsfonds

Gesundheitsminister Philipp Rösler hat sich durchgesetzt: Ab 2015 wird der Gesundheitsfonds um 700 Millionen Euro aufgestockt. Damit wird sein Versprechen, den Sozialausgleich für die Zusatzbeiträge sauber aus Steuergeldern zu finanzieren, erst möglich. Allerdings will Finanzminister Schäuble den Zuschuss nur dann zur Verfügung stellen, wenn dies auch durch entsprechende Mehreinnahmen bei den Steuern finanzierbar ist. Eine Erhöhung der Neuverschuldung zur Finanzierung des Sozialausgleichs wurde von Schäuble kategorisch ausgeschlossen.

13. April 2011

Grunddaten der Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen

Am Ende des Jahres 2009 hat das Statistische Bundesamt 1240 Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen mit insgesamt 171.489 aufgestellten Betten ausgemacht. 55,8 % der Einrichtungen befanden sich in privater Trägerschaft, 26,1 % in freigemeinnütziger und 18,1 % in öffentlicher. Die Anzahl der Pflegetage stieg gegenüber 2008 um 0,5 %, die Auslastung der Betten auf 81,7 %. Die durchschnittliche Verweildauer betrug 2009 über alle Indikationen 25,5 Tage.

12. April 2011

Wirtschaftlich erfolgreiche Krankenhäuser bieten die bessere Patientenversorgung

Medizinischer Erfolg, große Patientenzufriedenheit und Wirtschaftlichkeit in Krankenhäusern schließen einander nicht aus, sondern sind gemeinsam Folge eines guten Klinik-Managements. Dies stellt eine aktuelle Studie (Management in Healthcare) der Unternehmensberatung McKinsey & Company fest.

11. April 2011

Gesundheitsausgaben steigen überproportional

Die Gesundheitsausgaben sind 2009 um 13,8 Mrd. € (5,2 %) gestiegen und lagen bei 278,3 Mrd. €. Der größte Ausgabeblock entfällt auf die gesetzliche Krankenversicherung mit 160,9 Mrd. €. Die Ausgaben der Pflegeversicherung stiegen um rund 1,2 Mrd. € auf 20,3 Mrd. €. Der stationäre Sektor (Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Reha-Einrichtungen, Vorsorgeeinrichtungen) umfasste 100,2 Mrd. €. Dies sind 5,8 % mehr als im Vorjahr.

15. März 2011

Länder drohen Rösler mit Blockade

Die Länder wollen künftig über die Versorgung im Bereich der niedergelassenen Ärzte mitbestimmen. Dies erklärte der amtierende Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner, am 10.03.2011 in Hannover. Zentrales Anliegen sei unter anderem eine stärkere Rolle der Länder im gemeinsamen Bundesausschuss. Sollte die angestrebte Mitbestimmung nicht gelingen, wollen die Länder parteiübergreifend Röslers Gesetz gegen den Ärztemangel in Deutschland blockieren.

16. März 2011

Union wehrt sich gegen Röslers Vergütungspläne

Die Unionsfraktionen gehen auf Distanz zu Philipp Röslers Plänen zur Neuordnung der ärztlichen Versorgung. Wie ihr gesundheitspolitischer Sprecher, Jens Spahn, jetzt deutlich gemacht hat, unterstützt die Union zwar Röslers Ziel, Ärztemangel auf dem flachen Land zu verhindern, Hand in Hand hiermit müsse allerdings der Abbau der Überversorgung in Ballungszentren einhergehen. Dann brauche der Minister auch zulasten der Kassen und letztlich der Versicherten kein weiteres Geld in die Hand zu nehmen, um die Gebühren für die ärztliche Versorgung weiter zu erhöhen.

09. März 2011

Koalition plant Gebührenerhöhung für Ärzte

Nach Plänen der Koalitionsfraktionen soll mit einer erneuten Gebührenerhöhung der drohende Ärztemangel in ländlichen Regionen bekämpft werden. Die Krankenkassen warnen vor diesem Schritt, weil sie befürchten, "dass am Ende ihre Mitglieder diese Geschenke über erneute Zusatzbeiträge zahlen" müssen. Dabei gibt es in Deutschland weder zu wenig Ärzte noch zu wenig Krankenhäuser. Seit 1993 ist, wie das Handelsblatt in seiner Ausgabe vom 01.03.2011 feststellt, die Zahl der in niedergelassenen Praxen tätigen Ärzte um mehr als 52 % gestiegen, ohne dass die Bevölkerung auch nur in annähernd gleichem Umfang behandlungsbedürftiger geworden wäre.

22. Februar 2011

Geplantes Hygienegesetz greift zu kurz

Das Bundesministerium für Gesundheit plant bekanntlich ein Krankenhaus-Hygienegesetz, das im Wesentlichen leider nur Vorschriften für Krankenhäuser enthält. Nach Auffassung des Präsidenten des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschland, Heinz Kölking, ist dies viel zu kurzgegriffen. Einbezogen werden müssten alle Bereiche und Beschäftigte im Gesundheitswesen. Kölking gibt im Übrigen zu bedenken, dass die vorgesehenen Hygienevorschriften auch zusätzliches Personal bedeuten, das finanziert werden müsse.

15. Februar 2011

Kassenfusionen sind Kostentreiber!

Wie der Bundesrechnungshof festgestellt haben soll, ist die Fusion gesetzlicher Krankenkassen ein erheblicher Kostentreiber. Die Prüfung von 32 Kassenfusionen habe ergeben, dass sie zu keinen deutlichen Synergieeffekten führen und stattdessen mit zum Teil dauerhaften zusätzlichen Aufwendungen verbunden seien. Vor allem seien zunehmende Reisekosten der Mitarbeiter, Abfindungen und erhöhte Vorstandsvergütungen sowie teure Beraterhonorare und Fortbildungen die Folge. Festgestellte Einsparungen seien äußerst gering.


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Fr, 28.Sep.18 11:00 - Fr, 28.Sep.18 16:00

1. Sitzung des Vorstandes des BDPK

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Mi, 21.Nov.18 11:00 - Mi, 21.Nov.18 16:00

Fachausschuss Rehabilitation und Pflege

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