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17. Januar 2018  

Fakten und Meinungen

28. Oktober 2010

Doris Pfeiffer: Dieses Sparpaket ist nicht gerecht

In einem Interview, das am 25.10.2010 in "Die Welt" erschienen ist, erhebt die Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen erhebliche Vorwürfe gegen Minister Rösler. Unter anderem führt sie aus, dass in den letzten Jahren Milliardenbeträge an Ärzte und Krankenhäuser geflossen seien und auch jetzt wieder an die Ärzte mehr als eine Mrd. zusätzlich gezahlt werde. In beiden Bereichen hätte es im Rahmen des Reformgesetzes eine Nullrunde geben müssen.

27. Oktober 2010

Harsche Kritik an Philipp Rösler

In einem Artikel vom 25.10.2010 wirft die Tageszeitung taz aus Berlin dem FDP-Gesundheitsminister vor, mit der neuen Gesundheitsreform ausschließlich die Interessen von Ärzten, Apothekern und Pharmafirmen zu vertreten. Besonders gerügt wird die Aufhebung der Parität in der gesetzlichen Krankenversicherung, wonach der Anteil der Arbeitgeber am Versicherungsbeitrag bei 7,3 % eingefroren wird und die restlichen 8,2 % allein vom Arbeitnehmer zu tragen sind, dem ebenso sämtliche künftigen Beitragssteigerungen angelastet werden.

26. Oktober 2010

Deutscher Pflegerat fordert Maßnahmen gegen katastrophalen Personalmangel

Der Präsident des Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus, fordert eine von Politik und Pflegeexperten besetzte Kommission, um den dramatischen Versorgungsengpässen in der Patientenversorgung und der immer weiter zunehmenden Arbeitsbelastung der verbliebenen Pflegefachkräfte entgegenzutreten sowie die Attraktivität des Pflegeberufs durch die Verbesserung der Rahmen- und Arbeitsbedingungen und eine erhebliche tarifliche Aufwertung in allen Bereichen zu steigern.

19. Oktober 2010

SPD-Anträge gegen die Gesundheitsreform gescheitert

Ein Antrag der SPD-geführten Länder Rheinland-Pfalz, Berlin, Brandenburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen, die Gesundheitsreform vorerst nicht durchzuführen, ist am 15.10.2010 im Bundestag gescheitert. Der SPD-Vorstoß wurde damit begründet, dass durch die vorgesehenen Reformen das soziale Ungleichgewicht zulasten kleiner Einkommen verschärft werde. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hat allerdings die Kritik der antragstellenden Länder zurückgewiesen. Der Umbau der Finanzierung dulde keinen Aufschub, weil sonst im nächsten Jahr mit einem Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung von mehr als 9 Mrd. € zu rechnen sei.

11. Oktober 2010

Kopfpauschale (Gesundheitsprämie) als besseres Finanzierungssystem der gesetzlichen Kassen

Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Dr. Bert Rürup hält die Gesundheitsprämie (Kopfpauschale) für den richtigen Einstieg in ein neues und besseres weil nachhaltigeres und wettbewerbsintensiveres Finanzierungssystem der gesetzlichen Krankenkassen. Nach seiner Ansicht sind Pauschalbeiträge, die mit einem steuerfinanzierten Sozialausgleich kombiniert sind, sowohl unter Verteilungs- als auch unter Beschäftigungs- und Wachstumsaspekten das überlegende Finanzierungssystem gegenüber der derzeitigen Finanzierungsweise. Nach Ansicht von Rürup ist die von vielen propagierte Bürgerversicherung keine Alternative zur Kopfpauschale, weil sie in erster Linie auf eine Ausweitung des Versichertenkreises, nicht aber auf eine Veränderung der Beitragsbemessung zielt.

08. Oktober 2010

Private Krankenhäuser haben die höchste durchschnittliche Arbeitsproduktivität

Die durchschnittliche Arbeitsproduktivität bei privaten Kliniken ist nach Ermittlungen des Statistischen Bundesamtes deutlich höher als die freigemeinnütziger, kommunaler oder universitärer Einrichtungen. Im Jahre 2006 erbrachten die Mitarbeiter der Privatkliniken durchschnittlich 25,9 Casemixpunkte je Vollkraft und damit deutlich mehr als bei nicht-privaten Einrichtungen. Die freigemeinnützigen Häuser kamen auf einen Schnitt von 24,1, die kommunalen Krankenhäuser auf einen solchen von 23,0 Casemixpunkten. Das Institut für Gesundheitsökonomik des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsförderung vermutet, dass das gute Ergebnis bei den Privaten vor allem durch effizientere Arbeitsabläufe erzielt wurde.

07. Oktober 2010

Zahl der Vollzeitkräfte im ärztlichen Dienst stieg bei den Kliniken in privater Trägerschaft am stärksten

Nach den Ermittlungen des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Ärzte im Verhältnis zu den Fällen zwischen 1996 und 2006 im Durchschnitt aller Krankenhäuser um 7,5 %. Bei den Kliniken in privater Trägerschaft nahm sie sogar um 25 % zu.

06. Oktober 2010

Krankenkassen bekommen genügend Geld aus dem Gesundheitsfonds

Im nächsten Jahr steht den Krankenkassen nach Ansicht des Schätzerkreises in der gesetzlichen Krankenversicherung ausreichend Geld zur Verfügung. Der Gesundheitsfonds erwartet nach Berechnungen von Experten 181,1 Mio. Euro. Da die voraussichtlichen Ausgaben etwa 178,9 Mrd. Euro betragen, werden zumindest im kommenden Jahr Beitragszahler bei den meisten gesetzlichen Krankenkassen keine Zusatzbeiträge leisten müssen. Der Zuschuss des Bundes an den Gesundheitsfonds in Höhe von 2 Mrd. Euro kann nach Ansicht des Schätzerkreises komplett für die Liquiditätsreserve genutzt werden, aus der in den kommenden Jahren der Sozialausgleich refinanziert wird. Dieser wird in Anspruch genommen, wenn ein Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung Zusatzbeiträge zahlen muss, die 2 % seines Bruttohaushaltseinkommens überschreiten.

28. September 2010

Rentenversicherung berücksichtigt die Folgen gesundheitlicher Beeinträchtigungen bei medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen

Aktuelle Ergebnisse der Reha-Forschung belegen, dass der Integrationserfolg entscheidend von einer frühzeitigen Berücksichtigung beruflicher Aspekte im Reha-Prozess abhängt. Die Deutsche Rentenversicherung fordert daher für die Integration der Patientinnen und Patienten ins Erwerbsleben eine intensive berufliche Orientierung, die wesentlich zur Wirksamkeit der medizinischen Rehabilitation beitragen kann. Dies ist im Positionspapier der Deutschen Rentenversicherung zur Rehabilitation 2010 als ausdrückliches sozialpolitisches Ziel genannt.

28. September 2010

Deutscher Pflegerat befürchtet weitere Arbeitsüberlastung des Pflegepersonals

Der Präsident des Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus, bezeichnete den am 22.09.2010 vom Bundeskabinett verabschiedeten Gesetzentwurf zur Reform der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung als sozial unausgewogen und weit hinter den Erfordernissen einer nachhaltigen Reform zurückbleibend. Westerfellhaus betonte, dass insbesondere in den Krankenhäusern fatale Folgen für die Pflegeberufe zu erwarten sei. Der erneute Abbau von Personal zur Kompensation fehlender Einnahmen sei unausweichlich. Und damit verliere der Pflegeberuf weiter an Attraktivität. Unterbesetzung und Arbeitsbelastung der Pflegenden, die bereits heute die Sicherheit der Patienten gefährden würden, gefährdeten damit zunehmend den Behandlungserfolg.


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Do, 30.Nov.17 11:00 - Mi, 30.Nov.99 00:00

5. Sitzung des Fachausschusses Tarif- und Personalfragen

Berlin

Mo, 11.Dez.17 11:00 - Mi, 30.Nov.99 00:00

Crashkurs für IQMP-Reha-Qualitätsmanagementbeauftragte

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