VdPK
17. Juli 2018  

Fakten und Meinungen

28. September 2010

Deutscher Pflegerat befürchtet weitere Arbeitsüberlastung des Pflegepersonals

Der Präsident des Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus, bezeichnete den am 22.09.2010 vom Bundeskabinett verabschiedeten Gesetzentwurf zur Reform der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung als sozial unausgewogen und weit hinter den Erfordernissen einer nachhaltigen Reform zurückbleibend. Westerfellhaus betonte, dass insbesondere in den Krankenhäusern fatale Folgen für die Pflegeberufe zu erwarten sei. Der erneute Abbau von Personal zur Kompensation fehlender Einnahmen sei unausweichlich. Und damit verliere der Pflegeberuf weiter an Attraktivität. Unterbesetzung und Arbeitsbelastung der Pflegenden, die bereits heute die Sicherheit der Patienten gefährden würden, gefährdeten damit zunehmend den Behandlungserfolg.

27. September 2010

Wartezeiten bei Reha werden immer länger

Wie die Zahlen des Verbandes der Ersatzkrankenkassen zeigen, wird die Zeit zwischen der Beantragung eines allgemeinen Heilverfahrens und der Genehmigung immer länger. Im Bereich der Neurologie stieg sie in den letzten zwei Jahren um 52 % auf durchschnittlich 46,7 Tage, in der Orthopädie um 29 % auf 36 Tage, in der Onkologie um 18 % auf 35,3 Tage, in der Psychosomatik um 25 % auf 72,4 Tage und bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 39 % auf 24,4 Tage.

24. September 2010

20.000 Stellen in deutschen Krankenhäusern sind gefährdet

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft wirft Bundesgesundheitsminister Rösler vor, mit seinen Sparplänen innerhalb der Gesundheitsreform die Versorgung der Menschen in Deutschland zu gefährden. Der Gesetzentwurf sehe vor, dass die Preise in den Kliniken bis 2012 nur um jeweils 0,25 % pro Jahr erhöht werden dürfen. Dies entspreche einem Plus von 150 Mio. € pro Jahr. Die DKG rechnet vor, dass 2011 allein durch Tarifsteigerungen sowie höhere Kranken- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge Mehrausgaben in Höhe von 1,5 Mrd. € entstünden. Damit ergebe sich eine Deckungslücke von 1 Mrd. €, was 20.000 Stellen entspräche, die in den Krankenhäusern abgebaut werden müssten, wenn Röslers Pläne in ihrer jetzigen Form umgesetzt werden.

23. September 2010

Gesundheitsleistungen sind bald nicht mehr finanzierbar

Nach Ansicht des Instituts für Gesundheit-System-Forschung sind künftig nicht mehr alle medizinischen Leistungen für alle Bürger finanzierbar. Der Ökonom Professor Fritz Beske prognostiziert, dass künftig Priorisierung und Rationierung die Methoden der Wahl im Gesundheitswesen sein werden. Die demografische Entwicklung sowie der medizinische Fortschritt werden sich nach seiner Überzeugung dahin gehend auswirken, dass der Beitragssatz von zurzeit 14,9 % auf mehr als das Dreifache (im Jahre 2060) steigen könnte.

22. September 2010

Sachkosten privater Krankenhäuser geringer als der Durchschnitt

Die Wirtschaftlichkeit der Krankenhäuser in privater Trägerschaft fällt bei den Sachkosten deutlich höher aus als bei den übrigen Krankenhausträgergruppen. Dies liegt zum Teil an den Größenvorteilen der Konzerne und an den Zielen eines erfolgsorientierten Managements. Die Sachkosten, bezogen auf den Umsatz, fallen bei den privaten Krankenhäusern im Durchschnitt mit 24,9 % am geringsten aus. Es folgen die öffentlichen Krankenhäuser (ohne Unikliniken) mit 26, 2 %. Schlusslicht sind die freigemeinnützigen Krankenhäuser mit 26,3 %.

21. September 2010

Krankenkassen sparen bei Rehabilitationsleistungen

Im ersten Halbjahr haben die Krankenkassen je Mitglied für Rehabilitationsleistungen einschließlich Anschlussheilbehandlung 3,8 % weniger ausgegeben als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Inoffiziell wird dies begründet mit Sparzwängen aufgrund der Erhöhung der Krankenhausausgaben als Folge hoher Tarifabschlüsse. Offiziell jedoch ist eine veränderte Antragslage Hauptursache. Gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der angestrebten Verlängerung der Lebensarbeitszeit kommt der Rehabilitation jedoch immer größere Bedeutung zu, zielt sie doch auf eine möglichst dauerhafte Wiedereingliederung des Rehabilitanden in das Erwerbsleben. Da sie auch meist am Ende der Behandlungskette steht, muss sie auch vorherige Versorgungsdefizite auffangen, wodurch sie maßgeblich zur Reduzierung direkter und indirekter Krankheitskosten beträgt.

17. September 2010

BDPK fordert generationengerechte Gesundheitsversorgung

Gesundheitsreformen sollen die dringenden aktuellen Probleme lösen. Eine nachhaltige und verantwortungsvolle Gesundheitspolitik muss aber auch heute schon auf nachfolgende Generationen ausgerichtet sein. Dies ist zentraler Punkt im Positionspapier des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken, das auf der Homepage des Bundesverbandes unter "Generationengerechte Gesundheitsversorgung" abgerufen werden kann.

16. September 2010

Dramatischer Organspendermangel in Hessen

Im Jahre 2009 wurden in Hessen nur 218 Organe gespendet. Dies sind zwar 53 mehr als im Vorjahr, dennoch war die Anzahl der Organspender nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation im vergangenen Jahr in keinem anderen Bundesland so niedrig wie in Hessen. Zurzeit stehen aktuell 854 Patienten auf der Warteliste für ein Spenderorgan.

15. September 2010

Investitionsquote der privaten Krankenhäuser ist deutlich höher als die der freigemeinnützigen und öffentlichen

Die Investitionsautonomie der privaten Krankenhäuser und ihre zumeist höhere Ertragskraft stärkt die Innenfinanzierung. Hierdurch wird es möglich, Investitionen zu refinanzieren, die mit Hilfe der staatlichen Investitionsförderung nicht mehr erbracht werden können. Dies führt dazu, dass private Krankenhäuser im Durchschnitt eine deutliche höhere Investitionsquote (11,5 %) aufweisen als freigemeinnützige (9,9 %) oder öffentliche ohne Unikliniken (8,6 %).

10. September 2010

Erfolgsgeheimnis der privaten Klinikträger

Der größte Vorteil privater Klinikbetreiber ist ein erfolgsorientiertes Management. Da die Eigentümer für ihr eingesetztes Kapital eine marktübliche Rendite erwarten, erhöht sich der Druck auf das Management, Effizienzreserven zu heben, um sich dadurch bedingten innerbetrieblichen Anpassungserfordernissen zu stellen. Erfolglose Manager werden schneller ausgewechselt, und die Vergütung der Mitarbeiter orientiert sich stärker an der Leistung und am betrieblichen Erfolg. Dies stellt das Institut für Gesundheitsökonomik des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung im Heft 52 seiner Schriftenreihe fest.


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Komplexe Behandlungsformen im Kontext des Kostenträgerdialogs

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