Hessische Kliniken benötigen 2022 mindestens 460 Mio. Euro Investitionsmittel

Für adäquate Krankenhausstrukturen im digitalen Zeitalter und zeitgemäßer Technik in Diagnostik und Therapie benötigen die hessischen Kliniken 2022 mindestens 460 Mio. Euro. Hinzu kommen investive Mittel für die Universitätskliniken im Land, deren finanziellen Bedarfe in den 460 Mio. Euro noch nicht berücksichtigt sind. Der Landesverband der Privatkliniken in Hessen e.V. unterstützt als Mitglied der Hessischen Krankenhausgesellschaft daher die von der Krankenhausgesellschaft erhobene Forderung an das Land Hessen, endlich die Investitionslücke von über 150 Mio Euro zu schließen.

Zum Hintergrund

Eine Analyse der Deutschen Krankenhausgesellschaft hat aufgezeigt, dass für das Jahr 2021 bundesweit allein ein Investitionsbedarf zur Erhalt der Substanz der Krankenhäuser i.H.v. 6,3 Mrd. Euro bestand. Nach dem Königsteiner Schlüssel (für Hessen: 7,44%) bedeutet dies für Hessen einen investiven Mindestbedarf nach dem Hessischen Krankenhausgesetz (HKHG) in Höhe von 468 Mio. Euro. Nicht berücksichtigt sind dabei die  Investitionsmittel für die Universitätsklinken, die bundesweit über (länderspezifische) besondere Rechtsgrundlagen Krankenhausinvestitionsmitteln erhalten. Das Prinzip der dualen Finanzierung gilt aber grundsätzlich auch für die Universitätskliniken. D.h die Investitionskosten kommen von den Ländern und die Betriebskosten werden über die Pflegesätze finanziert (Vgl. §4 KHG).

Die Hessische Krankenhausgesellschft (HKG) hat auf Basis der ihr vorliegenden aktuellen Leistungszahlen der hessischen Krankenhäuser überprüft, wie hoch der Bedarf der investiven Mittel ist und in der Hochrechnung für das Jahr 2022 einen Mindestwert von rund 460 Mio. € ermittelt. In Hessen lag die Summe der pauschalierten Fördermittel zuletzt bei 283,5 Mio. Euro. Aus Sicht der HKG ist es ganz wesentlich, dass die zusätzlichen Fördermittel für den Krankenhausbereich aus originären Landesmitteln kommen. Eine Erhöhung der Krankenhausumlage der Kommunen wird dem nicht gerecht.

„Für adäquate Krankenhausstrukturen im digitalen Zeitalter und zeitgemäßer Technik in Diagnostik und Therapie muss die dauerhafte Lücke jetzt endlich geschlossen werden“, so die Hessische Krankenhausgesellschaft in ihrer aktuellen Pressemeldung : https://www.hkg-online.de/fileadmin/Oeffentl._Bereich/Pressemitteilungen/PM_Investitionsmittelfinanzierung_10.02.22.pdf