BDPK Mitgliederversammlung bestätigt Georg Freund im Amt

Die Mitgliederversammlung des Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. hat Georg Freund, Geschäftsführender Gesellschafter Reha-Kliniken Küppelsmühle, erneut in den Vorstand des BDPK gewählt. Georg Freund ist Vorsitzender des Landesverband der Privatkliniken in Hessen e.V.

Die Landesverbände der Privatkliniken in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gratulieren Georg Freund zur Wahl und wünschen guten Gelingen für die anstehenden Aufgaben.

Der Vorstand des BDPK besteht aus 15 Mitgliedern. Eine Amtsperiode dauert drei Jahre.

Präsidentin des BDPK ist Dr. Katharina Nebel. Sie steht dem BDPK seit 2009 vor und wurde am 10. Juni erneut im Amt bestätigt.

Weitere Mitglieder des 15-köpfigen Vorstands sind:

  • Thomas Lemke (1. Vizepräsident) Vorstandsvorsitzender der Sana Kliniken,
  • Dr. Mate Ivančić (2. Vizepräsident) CEO/Vorsitzender Geschäftsführender Direktor der Schön Kliniken,
  • Dr. Hans-Heinrich Aldag, Geschäftsführer der Waldklinik Jesteburg,
  • Dr. Ursula Becker, Geschäftsführende Gesellschafterin der Dr. Becker Klinikgruppe,
  • Kai Hankeln, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung/CEO Asklepios Kliniken,
  • Ulf Ludwig, CEO Medical Park Klinikgruppe,
  • Dr. Marina Martini, Vorstand AMEOS Gruppe,
  • Ellio Schneider, Geschäftsführer der Waldburg-Zeil Kliniken,
  • Dr. Dr. Martin F. Siebert, Paracelsus-Kliniken,
  • Franzel Simon, CEO Helios Kliniken,
  • Markus Stark, Geschäftsführer Kliniken Dr. Erler und
  • Heiko Stegelitz, Geschäftsführer Parkinson-Klinik Ortenau

 

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Trauer um Raimund Freund – Ehrenvorsitzender Landesverband der Privatkliniken in Hessen e.V.

Der Landesverband der Privatkliniken in Hessen e.V. trauert um seinen Ehrenvorsitzenden Herrn Raimund Freund, der am 7. Juni im Alter von 89 Jahren verstorben ist. Herr Raimund Freund war langjähriger Geschäftsführer und Gesellschafter der Kliniken Küppelsmühle und hat von 1961 bis 2000 als Vorstandsmitglied die Arbeit unseres Landesverbandes gestaltet und geprägt.

Von 1962 bis 2000 war er zudem Mitglied im Vorstand des Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK) und von 1991 bis 2000 dessen Präsident. In der Nachwendezeit formte er den BDPK zu einem gesamtdeutschen Verein, indem er den Gründungsprozess der ostdeutschen Landesverbände eng begleitete.

Nach Ende seiner aktiven Verbandslaufbahn hat ihn 2001 sowohl die Mitgliederversammlung unseres Landesverbandes als auch die Mitgliederversammlung des BDPK zum Ehrenvorsitzenden ernannt und damit sein langjähriges Wirken für die Interessen der privaten Krankenhausträger und Rehabilitationskliniken auf Landes- und Bundesebene gewürdigt.

Der Landesverband der Privatkliniken in Hessen e.V. verneigt sich vor einem erfolgreichen Unternehmer, Netzwerker und vor allem engen Vertrauten des Verbandes. Wir werden Herrn Raimund Freund stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.

Rheinland-Pfalz: Mitgliederversammlung wählt Vorstand für Amtsperiode 2021-2024

Die Mitgliederversammlung des Landesverband der Privatkliniken in Rheinland-Pfalz e.V. hat in seiner gestrigen Sitzung turnusgemäß den Vorstand des Verbandes für die Amtsperiode 2021 bis 2024 neu gewählt.

Der bisherige Vorsitzende, Dr. Christoph Smolenski, wurde in seinem Amt bestätigt. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Jutta Doepner, Malbergklinik Bad Ems. Jutta Doepner war bereits in der vergangenen Amtsperiode Mitglied des erweiterten Vorstandes. Als weitere Mitglieder des erweiterten Vorstands wurden Annett Traue, Asklepios Klinik Bad Sobernheim und Dieter von Bomhard, Privatklinik Bad Gleisweiler, im Amt bestätigt. Neues Mitglied im erweiterten Vorstand ist Frank Lambert, Geschäftsführer der Asklepios Südpfalzkliniken.

Vorstandsmitglieder der Amtsperiode 2021-2024

1. Dr. Christoph Smolenski, Vorsitzender
Dr. von Ehrenwall’sche Klinik

2. Jutta Doepner, stellv. Vorsitzende
Malbergklinik Bad Ems

3. Annett Traue
Asklepios Katharina-Schroth Klinik

4. Dieter von Bomhard
Privatklinik Bad Gleisweiler

5. Frank Lambert
Geschäftsführer Asklepios Südpfalzkliniken

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Generationswechsel im Vorstand Landesverband Hessen

Mitgliederversammlung wählt Vorstand für die Amtsperiode 2021-2024

Die Mitgliederversammlung des Landesverband der Privatkliniken in Hessen e.V. hat am 19. Mai den Vorstand für die Amtsperiode 2021-2024 neu gewählt. Neuer Vorsitzender des Verbandes ist Georg Freund, Geschäftsführender Gesellschafter der Reha-Kliniken Küppelsmühle.

Der bisherige Vorsitzende, Dr. Florian Brandt, ist neuer stellvertretende Vorsitzender des Landesverbandes. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende, Georg Schuckart, ist weiterhin Mitglied im erweiterten Vorstand. Sowohl Dr. Florian Brandt als auch Georg Schuckart möchten mit der neuen Funktionsverteilung im Vorstand  den Generationswechsel einleiten.

Alle bisherigen Vorstandsmitglieder wurden ebenfalls in ihrem Amt bestätigt. Neu in den erweiterten Vorstand gewählt wurde Willi Wöllner, Kaufmännischer Direktor der MediClin Kliniken Bad Wildungen.

Vorstandsmitglieder der Amtsperiode 2021-2024

  1. Georg Freund, Vorsitzender
    Reha-Kliniken Küppelsmühle
  2. Dr. Florian N. Brandt, stellv. Vorsitzender
    Privatklinik Dr. Amelung
  3. Dr. Sylvia Heinis
    UKGM Standort Marburg
  4. Dr. Christian Höftberger
    Rhön Klinikum AG
  5. Sascha John
    Sana Klinikum Offenbach
  6. Michael Nowotny
    DKD Helios Klinik Wiesbaden
  7. Martin Pfeiffer
    Asklepios Klinik für Psychische Gesundheit, Langen
  8. Daniel Roschanski
    Schön Klinik Bad Arolsen
  9. Georg Schuckart
    Rheumazentrum Mittelhessen
  10. Willi Wöllner
    MediClin Kliniken Bad Wildungen

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Rettung für die Reha möglich

Trotz vorhandener Hilfsprogramme geraten bundesweit immer mehr Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen durch Corona in existenzielle Schwierigkeiten. Abhilfe könnte der Gesetzgeber schaffen, indem er die bestehenden Ausgleichs- und Zuschlagsregelungen präziser und verbindlicher gestaltet. Konkrete Lösungsvorschläge dazu haben die Kliniken heute an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn übersandt.

Durch das Aufeinandertreffen von drastischen Einnahmeausfällen und immensen Mehrkosten sind während der Corona-Pandemie hunderte deutsche Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen in eine bedrohliche finanzielle Schieflage geraten. Daran ändern auch die verschiedenen Corona-Hilfspakete bislang nur wenig. Dr. Katharina Nebel, Präsidentin des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken (BDPK), der die Interessen der über 600 privat geführten Reha-Kliniken vertritt, hat deshalb jetzt in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wirkungsvolle und einfach umsetzbare Gesetzesänderungen vorgeschlagen. „Der gute Wille der Bundesregierung, die Reha in Corona-Zeiten zu stabilisieren, war zwar erkennbar, aber leider ist davon zu wenig in den Einrichtungen angekommen,“ so die BDPK-Präsidentin. Die Hindernisse könnten nach ihrer Überzeugung kurzfristig und mit geringem Aufwand beseitigt oder zumindest gemildert werden.

In ihrem Schreiben an den Bundesgesundheitsminister erläutert die BDPK-Präsidentin, dass die bestehenden gesetzlichen Regelungen für Ausgleichszahlungen wegen Corona bedingter Belegungsausfälle eine unnötige zeitliche Befristung und unscharfe Umsetzungsvorgaben beinhalten. Die Einrichtungen würden bereits seit drei Monaten auf entsprechende Zahlungen der Krankenkassen warten, zudem sei der Ausgleich nur bis Ende Januar befristet. „Das ist angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens und der Lage in den Kliniken nicht angemessen,“ erklärt Dr. Nebel. Laut Gesetz sei eine Verlängerung auf neun Monate grundsätzlich möglich, es fehle lediglich die ministerielle Klarstellung. Auch die per Gesetz eingeführten Zuschläge für Corona bedingte Mehrkosten seien in den Kliniken bisher kaum angekommen, berichtet die BDPK-Präsidentin. Die entsprechende gesetzliche Regelung dazu sehe vor, dass der Zuschlag für jede Einrichtung einzeln und mit jeder Krankenkasse gesondert verhandelt werden müsse. „Das ist bei bundesweit mehr als 1.200 Vorsorge- und Reha-Einrichtungen und über 100 Krankenkassen in Corona-Zeiten nicht leistbar,“ meint Dr. Nebel.
Da die Krankenkassenverbände einheitliche Verhandlungen auf Bundes- oder Landesebene ablehnen, weil sie dafür keine gesetzliche Legitimation sehen, müsste der Gesetzgeber jetzt die Lücke schließen: „Das Gesetz könnte einen verbindlichen Betrag festlegen oder bundesweite Verhandlungen erlauben. Beides ist schnell umsetzbar und würde die angeschlagenen Reha-Einrichtungen retten,“ ist sich die BDPK-Präsidentin sicher.

Über den BDPK

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) vertritt seit über 70 Jahren die Interessen von mehr als 1.000 Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft. Als deutschlandweit agierender Spitzenverband setzt er sich für eine qualitativ hochwertige, innovative und wirtschaftliche Patientenversorgung in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken ein.

Die Landesverbände der Privatkliniken in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind Mitglieder des BDPK.

Reha-Kliniken fordern Verlängerung des Rettungsschirms

Umfrage: Belegungssituation normalisiert sich frühestens 2021

Frankfurt, 15.9.2020. Im zweiten Quartal ist die Belegung in den Reha-Kliniken drastisch eingebrochen wie die Ergebnisse einer Umfrage der Landesverbände der Privatkliniken in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zeigen. An dieser beteiligten sich 54 Reha-Kliniken. Die Reha-Kliniken Betreiber rechnen erst in 2021 mit einer Normalisierung der Belegungssituation und fordern daher eine Verlängerung der bestehenden finanziellen Hilfen für Erlösausfälle im GKV-Bereich. Diese sind derzeit bis zum 30. September 2020 befristet.

„Wir hoffen, dass im Rahmen des Gesetzgebungsverfahren zum Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) noch ein Änderungsantrag eingebracht wird, der eine finanzielle Unterstützungsleistung für Erlösausfälle im GKV-Bereich für die Reha vorsieht. Darüber hinaus erachten wir es für dringend notwendig, dass eine Regelung zur Finanzierung Corona-bedingter Mehrkosten in der Rehabilitation für die Zeit vom 01.01. – 31.12.2021 im KHZG verankert wird“ so Georg Freund, Vorsitzender der Facharbeitsgruppe Reha im Landesverband der Privatkliniken in Hessen e.V.

Belegung im zweiten Quartal halbiert

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Belegung sich in den Reha-Kliniken im zweiten Quartal 2020 quasi halbiert hat. Normalerweise wären die Reha-Kliniken im Schnitt zu 94% belegt gewesen. Im April 2020 lag die Belegung jedoch nur noch bei 43%. Im Mai bei 46% und im Juni, nach den allmählichen Lockerungen der Allgemeinverfügungen, bei 65%.

Auch nach dem Sommer sind viele Reha-Kliniken noch weit davon entfernt, die Vorjahreszahlen zu erreichen. Das liegt zum einen daran, dass die Corona-bedingten Hygieneanforderungen einer höheren Belegung entgegenstehen und zum anderen daran, dass Patienten immer noch sehr zurückhaltend sind, medizinische Eingriffe oder Rehabilitationsmaßnahmen durchführen zu lassen.

„Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse der befragten Kliniken im zweiten Quartal um 39% zurückgegangen. Die bestehenden finanziellen Ausgleichsregelungen konnten die Erlösrückgänge zu 18 % kompensieren. Ein Großteil der Einbußen mussten die Reha-Kliniken selbst schultern. Derzeit ist nicht abzusehen, dass die Belegung in 2020 noch einmal Vorjahresniveau erreichen wird. Wir brauchen daher noch länger die Unterstützung der Politik, um die Rehabilitation in Deutschland langfristig zu sichern“, so Freund.

Finanzieller Schutzschirm schließt sich

Auf Bundesebene wurden mit dem COVID-19 Krankenhausentlastungsgesetz und dem Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SodEG) Ende März Regelungen geschaffen, um die Einnahmeausfälle der Reha-Kliniken durch den Belegungsrückgang mit GKV- und DRV-Patienten teilweise zu kompensieren. Für Einnahmeausfälle im GKV-Bereich sieht das COVID-19 Krankenhausentlastungsgesetz für leerstehende Betten im Zeitraum vom 16. März bis 30.09.2020 Ausgleichszahlungen in Höhe von 60% des durchschnittlichen Vergütungssatzes vor. Für den DRV-Bereich sieht das SodEG in der Zeit vom 01.04.2020 bis 30.09.2020 einen monatlichen Zuschuss von bis zu 75% des durchschnittlichen monatlichen Vorjahresumsatzes für die Einrichtungen vor. Beim SodEG muss allerdings Kurzarbeitergeld in Abzug gebracht werden.

Am 9. September 2020 hat das Bundeskabinett beschlossen, die Geltungsdauer des SodEG bis zum 31.12.2020 zu verlängern. Noch ist unklar, ob auch die Regelungen aus dem COVID-19 Krankenhausentlastungsgesetz (§111d SGB V) über den 30.09.2020 Gültigkeit haben werden.

Die Ergebnisse der Verbandsumfrage sind über folgende Seite abrufbar: https://www.vdpk.de/2020/09/14/umfrage-zur-situation-der-reha-kliniken/

Umfrage zur Situation der Reha-Kliniken

Im August 2020 haben die Landesverbände der Privatkliniken in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland eine Umfrage zur wirtschaftlichen Situation der Reha-Kliniken durchgeführt. An dieser beteiligten sich 54 Einrichtungen. Diese verfügen insgesamt über 11.924 Reha-Betten und haben im Jahr 2019 170.177 Patienten stationär behandelt. In den 54 Kliniken arbeiten 10.513 Menschen. Im Folgenden präsentieren wir Ihnen […]

Abrechnung von Corona-Tests: Fehlanzeige

Reha-Kliniken im Saarland müssen weiterhin auf eigene Kosten testen

Frankfurt, 27.07.2020. „Es ist ein Schlag ins Gesicht der Reha-Kliniken, dass die Gesundheitsminister von Bund und Länder für Urlaubsrückkehrer kostenlose Corona-Tests vorsehen, aber Reha-Kliniken Corona-Tests für Patienten weiterhin aus eigener Tasche bezahlen sollen“, so Thomas Schneider, Vorsitzender des Verbands der privaten Kliniken und Gesundheitseinrichtungen im Saarland e.V.

Anders als Krankenhäuser können Reha-Kliniken derzeit keine präventiven Tests zur Verhütung der Verbreitung des Coronavirus abrechnen. Die derzeit bundesweit gültige Testverordnung sieht dies nicht vor. Während Krankenhäuser Zusatzentgelte zur Refinanzierung der Kosten erhalten, müssen Reha-Kliniken selbst dafür aufkommen. „Jeder Test kostet die Reha-Kliniken derzeit um die 60 Euro. Da kommt schon eine beträchtliche Summe zusammen, schließlich wird jeder Patient bei Aufnahme getestet. Dies entspricht unserem Konzept einer sicheren Reha und auch dem des Landes. Denn dieses sieht gemäß der Allgemeinverfügung vom 30. Mai 2020 vor, dass neben Krankenhäusern auch Reha-Kliniken ein Corona-Screening durchführen. Nicht geklärt ist die Frage der Refinanzierung, obwohl wir die Thematik wiederholt dem Ministerium vorgetragen haben. Bislang sind weder das Land noch die Krankenkassen bereit, die Kosten zu übernehmen“, bemängelt Schneider.

Eine Möglichkeit das Problem aus der Welt zu schaffen, wäre die bundesweite Testverordnung anzupassen, damit auch Reha-Kliniken präventive Tests zur Verhütung der Verbreitung des Coronavirus sowohl bei Mitarbeitern als auch Patienten abrechnen können.

„Wenn der Bund die Verordnung nicht kurzfristig nachbessert, steht das Land in der Pflicht, uns zu unterstützen und für die bisherigen und künftigen Kosten aufzukommen. Als Reha-Betreiber ist uns daran gelegen, unseren Patienten eine sichere Reha zu ermöglichen, weil auch in unseren Häusern immunsupprimierte Patienten behandelt werden. Beispielweise in der Geriatrie, Neurologie oder auch Onkologie. Daher erwarten wir jetzt ein positives Signal von Seiten der Bundes- und Landespolitik“, so Thomas Schneider abschließend.

 

Über den VDPKs

Der Verband der privaten Kliniken und Gesundheitseinrichtungen im Saarland (VDPKs) ist die Interessensvertretung der fünf größten Reha-Kliniken im Saarland. Zu den Verbandsmitgliedern gehören die MediClin Bliestal Kliniken, die MediClin Bosenberg Kliniken, die Hochwald Klinik in Weiskirchen, die Fachklinik St. Hedwig Illingen und das Gesundheits- und Rehazentrum Saarschleife. Zusammen verfügen diese Einrichtungen über 1.630 Reha-Betten.

 

Verdrehte Tatsachen: Zur ARD-Sendung „Markt macht Medizin“ vom 20. Juli 2020

Zur ARD-Sendung „Markt macht Medizin“ vom 20. Juli 2020 stellen der BDPK und die Landesverbände in Hessen, RLP und im Saarland  fest: Der Film zeichnet ein verzerrtes Bild von der Wirklichkeit in deutschen Krankenhäusern. Private Krankenhausträger werden hier herabwürdigend dargestellt und die Probleme der Krankenhausversorgung oberflächlich, unsachlich und unzutreffend behandelt.

Unbestritten gibt es in der Krankenhausfinanzierung Schwachstellen und Fehlanreize. Das liegt aber nicht am Management der Krankenhäuser und ganz sicher nicht an der Trägerschaft. Anders im Film unterstellt, sind die Steuerungskräfte des Marktes im Kliniksektor gering, im Gegenteil: Tatsächlich haben staatliche Eingriffe und die gesetzliche Überregulierung zu unübersichtlichen Rahmenbedingungen und Strukturen in der Krankenhauslandschaft geführt, die einer Planwirtschaft ähnlicher ist als einer Marktwirtschaft.

Die im Film offen propagierte Verstaatlichung von Krankenhäusern widerspricht unserer freiheitlichen und pluralistischen Gesellschaftsordnung. Anders als in anderen Bereichen der staatlichen Daseinsvorsorge (Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr) haben Patienten in Deutschland die freie Wahl: Sie können sich in medizinischen Notfällen ebenso wie bei geplanten Behandlungen ihren Arzt und ihr Krankenhaus aussuchen – und das sollte auch so bleiben! Zudem sei in Erinnerung gerufen, dass es private Klinikträger waren, die in den vergangenen Jahrzehnten mit ihren Investitionen deutschlandweit gut ein Drittel der Krankenhäuser und Versorgungsstrukturen erhalten und dort Verantwortung übernommen haben, wo es der Staat nicht mehr konnte. Es sollte jedem klar sein, dass mehr Staat mehr Geld bedeutet – und nicht unbedingt bessere und sichere Versorgung. Krankenhausfinanzierung erfolgt unabhängig von der Trägerschaft der Krankenhäuser. Sie setzt sich aus den Investitionsfinanzierungen der Länder sowie der Betriebskostenfinanzierung durch die Fallpauschalen zusammen. Aufgrund der knappen Ressourcen müssen die Krankenhäuser streng haushalten. Wettbewerb kann dort positive Steuerungsimpulse entfalten, wo nur begrenzte Ressourcen zur Versorgung kranker Menschen zur Verfügung stehen. Patienten können sich frei für das für sie beste Krankenhaus entscheiden.

Völlig unzutreffend ist auch der im Film vermittelte Eindruck, private Klinikträger würden aus Rendite-Überlegungen die Schließung von Abteilungen oder Stationen der Kinder- und Jugendmedizin betreiben. Richtig ist vielmehr, dass Fachkräftemangel, staatliche Eingriffe und Unterfinanzierung überall in Deutschland bei kommunalen, kirchlichen und privaten Kliniken zu Notlagen in der Pädiatrie führen.

Berechtigte und sachliche Kritik ist immer richtig, damit Fehler erkannt und beseitigt werden können. Der Film entstellt und verdreht jedoch Sachverhalte auf polemische Weise und beschädigt damit das Vertrauen der Bevölkerung in die Krankenhausversorgung. In Wahrheit ist eine überwältigende Mehrheit von 90 Prozent der deutschen Krankenhauspatienten mit ihrer Behandlung zufrieden oder sehr zufrieden. Das ist das Ergebnis einer im Januar 2020 veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbandes der Ersatzkassen (vdek).

 

Wer fordert, muss auch fördern

Reha-Kliniken im Saarland im Zukunftspaket Saar nicht berücksichtigt

Frankfurt, 16.06.2020. Während die saarländische Landesregierung letzte Woche mitteilte, dass sie im Rahmen des Zukunftspaket Saar einen Krankenhausfonds mit einem Volumen von 220 Millionen Euro für den Zeitraum 2020-2022 einrichtet, gehen die saarländischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen bislang leer aus. „Auch wir haben in den letzten Monaten erhebliche Anstrengungen unternommen, um Krankenhäuser im Ernstfall zu entlasten. Anders als in Bayern oder Schleswig-Holstein haben wir dafür jedoch keine finanzielle Anerkennung von Seiten des Landes erhalten. Einzig die auf Bundesebene erlassenen Gesetze wie das Covid-19 Krankenhausentlastungsgesetz haben ein finanzielles Debakel verhindert. Noch bis zum 30.09.2020 erhalten wir für leerstehende Betten aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds 60% des durchschnittlichen Vergütungssatzes“, so Thomas Schneider, Vorsitzender des Verbands der privaten Kliniken und Gesundheitseinrichtungen im Saarland.

In den vergangenen Wochen hatten sich die saarländischen Reha-Kliniken wiederholt an das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie gewandt und um zusätzliche finanzielle Hilfe gebeten.Gemeinsam mit der SKG und der Arbeitsgemeinschaft katholischer Krankenhäuser im Saarland hatte der Verband Anfang April eine Vorhaltepauschale je leerstehendem Bett von Seiten des Landes in Höhe von 40% des durchschnittlichen Tagessatzes vorgeschlagen. Die Antwort des Ministeriums: Lediglich eine Landesbürgschaft für Liquiditätsengpässe sei abbildbar. „Das ist zu wenig. Eine Bürgschaft stellt keine Kompensation für die verursachten finanziellen Mehraufwendungen durch die Allgemeinverfügungen dar“, betont Schneider. Denn die Allgemeinverfügungen vom 16. und 30. März 2020 schränkten nicht nur die originären Versorgungsaufträge der Reha-Kliniken erheblich ein, sie verpflichteten diese zudem mit allen geeigneten Mitteln Kapazitäten zur Behandlung von COVID-19 Patienten und Non-Covid-19 Patienten zur Entlastung der Krankenhäuser aufzubauen. Hierzu gehörte, Vorkehrungen zu treffen, um im Notfall stationäre Krankenhausleistungen erbringen zu können. „Wir haben in dieser ersten Phase der Pandemie gerne geholfen und Maßnahmen zur Entlastung der Krankenhäuser umgesetzt oder in die Wege geleitet. Ein Ergebnis sind beispielsweise die Planungen für ein Covid-19 Versorgungszentrum an der Mediclin Bosenberg-Klinik. Hinzu kamen Kosten für die Anschaffung von Schutzausrüstungen, die Schulung von Mitarbeitern und nicht zuletzt die Anpassung der Organisationsstrukturen an die Pandemielage. Dies gilt es anzuerkennen. Andere Länder machen es vor. Bayern zahlt den Reha-Kliniken beispielsweise noch bis zum 31. Juli 2020 50 Euro pro Tag und Bett als Ergänzung zu den Ausgleichszahlungen des Bundes. So eine Lösung hätten wir uns auch für das Saarland gewünscht“, so Schneider abschließend.

 

Über den VDPKs

Der Verband der privaten Kliniken und Gesundheitseinrichtungen im Saarland (VDPKs) ist die Interessensvertretung der fünf größten Reha-Kliniken im Saarland. Zu den Verbandsmitgliedern gehören die MediClin Bliestal Kliniken, die MediClin Bosenberg Kliniken, die Hochwald Klinik in Weiskirchen, die Fachklinik St. Hedwig Illingen und das Gesundheits- und Rehazentrum Saarschleife. Zusammen verfügen diese Einrichtungen über 1.630 Betten.