VdPK
12. Dezember 2018  

Gesundheitsreform beutelt erneut die Leistungserbringer

Der neueste Referentenentwurf zur Umsetzung des Gesundheitskompromisses der schwarz-gelben Koalition lässt die Höhe künftiger Steuerzuschüsse an die Krankenversicherung offen. In vorangegangenen Fassungen sollten ab 2014 zusätzliche Bundesmittel in Höhe von jährlich 1 Mrd. Euro an die Kassen fließen. Jetzt heißt es: "Die Höhe der Zahlungen wird im Jahr 2014 gesetzlich festgelegt".

Zur Deckung des zu erwartenden Defizits von 11 Mrd. Euro sollen Ärzte, Kliniken, Apotheken und Kassen beitragen. Für die Krankenhäuser ergibt sich die dramatische Konsequenz, jährlich dauerhaft zusätzlich rund 300 Mio. Euro im Jahr von ihren ohnehin bereits unterfinanzierten Budgets an die Kassen abzuführen. Der Geschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, bezeichnete dies als ein „faustdickes Ärgernis“.
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